Ich halte seit 2002 Trainings, Vorträge und konsultiere Unternehmen. Wenn ich ein Hauptfachgebiet nennen müsste, würde ich die Menschenkenntnis sagen. Das ist mein Lieblingsthema, weil ich der Überzeugung bin, dass der Mensch am meisten zählt. Das Leben ist zuletzt eine Reihe von Kooperationen und diese werden grundlegend dadurch bestimmt, mit wem du versucht zu kooperieren. Ich komme von Natur aus gut mit den meisten Menschen aus, aber es bedeutet dennoch riesige Unterschiede in Energie, Geduld, mit wem ich gerade kooperieren muss. Die Minorits GmbH hat (auch) von dem Gesichtspunkt aus betrachtet einen besonderen Platz in meinem Herzen. Die genau genommene höhere Leitung der Firma – konkret Rita und Balazs, die zwei Firmenleiter, bzw. Andras der Werkmeister und Erzsi die Büroleiterin – bilden ein so geniales Team, das ich nur sehr selten sehe. Ich kann doch nicht einmal zusammenzählen, wie viele Unternehmen ich in den vergangenen 15 Jahren von innen sah.

 

Es ist das Erste und das Fantastischste an ihnen, wie leicht es ist mit ihnen zusammenzuarbeiten. Keinerlei Anstrengung, keinerlei Schwitzen, keinerlei Kampf. Die Dinge gehen einfach in die Richtung, in die sie gehen müssen. Und nicht deshalb, weil sie sich lassen. Deshalb weil sie ständig die Kooperation suchen. Wenn wir uns streiten – weil es manchmal vorkommt – ist es auch dann ständig und ausdrücklich zu fühlen, dass sie mich nicht überzeugen wollen, sondern vorwärtskommen.

 

Offensichtlich folgt es aus dem Vorigen, warum die gemeinsame Arbeit mit ihnen für mich so ein Erlebnis ist. Als Trainer beobachtete ich schon längst, dass es die Qualität der Zuhörerschaft handgreiflich zeigt, wie müde ich mich am Ende des Tages fühle. Und mit ihnen gar nicht. Wir beginnen mit dem Training um 9 Uhr am Morgen, wir hören damit um 6 Uhr am Abend auf, aber nur deshalb, weil wir es besprachen. Ich fühle dann nicht, dass „wie gut es ist“, sondern das, dass ich, wenn es an mir läge, noch glatt 2-3 Stunden lang fortsetzen würde. Es ist deshalb so, weil sie lernen, sich entwickeln, wissen wollen. Jeder will es freilich. Prinzipiell. Aber es offenbart sich in ihrem Fall auch hier, wie sie nicht auf die Hindernisse, sondern auf die Lösungen achten, man soll mit ihnen nicht kämpfen, weil das Vorwärtskommen für sie wichtiger ist, als auf eine Meinung oder eine Routine zu bestehen. 

 

Die dritte Sache ist eng mit der Arbeit nicht zu tun, aber es zeigt vielleicht am besten, wie sie wirklich sind. Wenn ich zu ihnen gehe, habe ich einfach nicht das Gefühl, dass ich jetzt zu einem Kunden gehe. Ich fühle viel mehr, als wenn ich einen Besuch machen würde. Wenn wir uns unterhalten, taucht in mir gar nicht auf, dass wir jetzt „verhandeln“, das Ganze ist viel mehr so, wie eine freundschaftliche Unterhaltung. Die Minorits GmbH ist nicht nur im buchstäblichen Sinne des Wortes ein Familienunternehmen. Sie sind tatsächlich so wie eine Familie. Eine Familie, von der man gern ein Teil sein würde. Wenn du mit ihnen bist, fühlst du auch so, als würdest du ein Teil davon sein.

Team Tuning – Gábor Szabó